Hierbei wird berücksichtigt, dass ein Leben mit der Behinderung/ psychischen
Störung/ psychosomatischen Erkrankung eine Konfrontation mit Einschränkungen,
Defiziten, Unmöglichkeiten und notwendigen Enttäuschungen bedeutet.
Die Entscheidung der Betroffenen, Wege zu einer besseren Integration und
Reintegration, einer besseren Lebensqualität und einem ausgeglichenerem
Selbstwertgefühl zu finden, wird als selbstverständliche und zu fördernde
Eigenleistung im Rahmen der Zusammenarbeit angesehen.
Die hier auftretenden Abwehrmechanismen gehören zu natürlichen psychischen
Vorgängen. Da sie aber in der Behindertenarbeit mit besonderem Schamaffekt
verbunden sind, bilden sie das Zentrum der Auseinandersetzung mit der je-
weiligen Behinderung/ psychischen Störung/ psychosomatischen Erkrankung.
Die so erarbeitete Hilfe setzt ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen voraus,
ereignet sich in einem respektvollem Zusammensein, wodurch sozialer
Isolation, der Qual der Peinlichkeiten oder der affektiven Besetzung der
Momente des Scheiterns, des Rückfalls usw. vorgebeugt werden kann.